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Zwei Paar Hände halten einander fest vor einem Hintergrund aus einem lila Kreis umrandet von einem gelben Kreis.

Gebärmutterkrebs: Reha & Nachsorge

Sie haben die Behandlung eines Endometriumkarzinoms (Gebärmutterkrebs) erfolgreich überstanden – doch wie geht es weiter? Hier erfahren Sie mehr über die nächsten Schritte.

Reha und Nachsorge: Die Unterschiede

Nach der Therapie von Gebärmutterkrebs gibt es zwei wichtige Schritte auf dem Weg zurück in den Alltag: die Rehabilitation (Reha) und die Nachsorge.

Die Reha beginnt nach der Behandlung. Sie dauert meist mehrere Wochen und wird entweder stationär in einer Reha-Klinik oder ambulant in speziellen Einrichtungen durchgeführt. Die Nachsorge, die sich an die Therapie und die Reha-Maßnahme anschließt, dient der langfristigen Überwachung des gesundheitlichen Zustands, um mögliche Rückfälle (Rezidive) frühzeitig zu erkennen.(1)

Reha bei Gebärmutterkrebs: Ablauf und Inhalte

Ein Endometriumkarzinom stellt immer eine große körperliche und seelische Belastung dar. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung können Beschwerden auftreten. Deshalb gibt es die medizinische Rehabilitation, kurz: Reha. Sie soll Betroffenen helfen, sich von den Folgen ihrer Krebserkrankung und der Therapie zu erholen, Strategien für den Alltag zu entwickeln und nach Möglichkeit wieder in den Beruf einzusteigen.(1)

Zunächst stellt die Ärztin oder der Arzt anhand von Untersuchungen fest, ob eine Reha notwendig ist, und unterstützt gegebenenfalls bei der Antragstellung. Auch Krankenkassen sowie die Sozialdienste in Kliniken helfen dabei. Während der Reha arbeiten Ärzte und Ärztinnen mit Physiotherapeut*innen, Psycholog*innen und Ernährungsberater*innen zusammen.(1)

Das Programm wird individuell auf die Patientinnen abgestimmt. Bei Schmerzen im Beckenbereich lindert Beckenbodengymnastik die Beschwerden. Beschwerden wie Scheidentrockenheit, Scheidenentzündungen oder Scheidenverengung lassen sich mit Cremes, Gleitgelen oder Dehnübungen verbessern. Treten Probleme beim Geschlechtsverkehr auf, ist eine sexualmedizinische Beratung sinnvoll.(1)

Inkontinenz lässt sich durch Krankengymnastik behandeln. Wurden Lymphknoten entfernt, kann es zu Lymphödemen an den Beinen kommen. Gegen diese helfen Kompressionstherapie, Lymphdrainage und Bewegungstherapie.(1)

Nachsorge bei Gebärmutterkrebs: Ablauf und Inhalte

Die Nachsorge beginnt nach Abschluss der Therapie und der Reha. In den ersten drei Jahren sollten Betroffene alle drei bis sechs Monate zur Kontrolle in die frauenärztliche Praxis oder Klinik gehen. Im vierten und fünften Jahr sind halbjährliche Termine vorgesehen, danach in der Regel jährliche Kontrollen. Ziel ist es, Rückfälle (Rezidive) früh zu erkennen und Nach- und Nebenwirkungen der Therapie zu behandeln. Die Untersuchungen sind meist schmerzfrei. Patientinnen sollten die Termine unbedingt wahrnehmen und bei neuen Beschwerden umgehend mit ihrem Behandlungsteam sprechen.(1), (2), (3)

Bei Nachsorgeterminen erkundigt sich die Ärztin oder der Arzt zunächst nach dem Befinden. Anschließend folgen eine gynäkologische Untersuchung (Tastuntersuchung der Scheide und des Enddarms) sowie gegebenenfalls ein Ultraschall (Sonografie). Damit lassen sich Komplikationen wie ein Harnstau nach einer Operation oder Bestrahlung frühzeitig erkennen.(1), (3)

Besonders in den ersten Jahren wird auf Rückfälle im Scheidenbereich geachtet. Wird ein Rezidiv früh entdeckt, bestehen gute Heilungschancen. Auch andere Krebsarten wie Brustkrebs können im Rahmen der Nachsorge erkannt werden. Deshalb gehört auch die Mammografie zur Nachsorge. (1), (3)

Nach der Behandlung von Gebärmutterkrebs folgen Reha und Nachsorge.
Die Reha hilft Betroffenen, körperliche und seelische Folgen der Krebsbehandlung zu bewältigen, Beschwerden zu lindern und wieder in den Beruf und den Alltag zurückzufinden. Die Nachsorge mit regelmäßigen gynäkologischen Untersuchungen dient dazu, Rückfälle oder neue Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Beide Maßnahmen sind essenziell für die langfristige Genesung.

Quellen:

  1. DKFZ/Krebsinformationsdienst: „Reha und Nachsorge beim Endometriumkarzinom“. Verfügbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/gebaermutterkoerperkrebs/nachsorge-und-reha. April 2026.
  2. Frauenärzte im Netz: „Gebärmutterhalskrebs/Zervixkarzinom: Nachsorge“. Verfügbar unter: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/gebaermutterhalskrebs-zervixkarzinom/nachsorge/. April 2026.
  3. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): „S3-Leitlinie Endometriumkarzinom“. Online verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/032-034OL. April 2026.

NP-DE-DST-WCNT-250011; 05/26